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CMZ Chinesisch Medizinisches Zentrum Solothurn
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Grundlagen
der Traditionellen Chinesischen Medizin
Die
chinesische Medizin beruht auf einem Gedankensystem das nachgewiesener Massen sehr alt ist
( man schätzt um die 6000 7000 Jahre ). Es ist ein System welches völlig anders
funktioniert als wir es von der Schulmedizin kennen.
Die
erste, sehr wichtige Theorie in der chinesischen Medizin ist die Theorie von Yin und Yang.
Yang
bedeutet Wärme, Trockenheit, Bewegung, steigende Tendenz, d.h. das aktive Element. Yin
bedeutet kalt, unbeweglich, materiell, d.h. das statische Element. Yin und Yang stellen
somit eine Methode dar, mit der man die Welt dualistisch erklärt. Mit dem Yin und Yang- Zeichen, dem sogenannten Yin - Yang Fisch,
werden die beiden dargestellt und näher erklärt. Yin und Yang ist in einem Kreis
dargestellt, dieser Kreis bedeutet, dass sie im Leben untrennbar verbunden sind und ein
Ganzes ergeben. Sie sind von einer S- förmigen Linie getrennt, was bedeutet, dass die
Unterscheidung der beiden nicht starr, sondern fliessend ist. Die Formen von Yin und Yang
gehen ineinander über, d.h. Yin kann sich in Yang verwandeln und umgekehrt. Beide können
jedoch nicht alleine existieren. Dies ist mit dem Punkt in der jeweilig andersfarbigen
Fläche dargestellt. Yin und Yang stehen in Opposition zueinander, beeinflussen sich
gleichzeitig gegenseitig und können sich auch ineinander umwandeln. Auch im menschlichen
Körper spielen diese Mechanismen eine wesentliche Rolle: Der Körper an sich ist Yin, die
Energie, die darin fliesst ist Yang. Man unterscheidet grundsätzlich in der Pathologie
zwei verschiedene Dysbalancen: Einerseits
zuviel an Yin oder Yang: man hat Yang, d.h. Hitze Symptome oder Yin das
heisst Kältesymptome. Die Therapie ist das Ableiten des jeweiligen Ueberschusses. Wenn
man sich zum Beispiel verkühlt, hat man kalt und fröstelt, dann ist die Therapie, dass
man die Kälte welche diese Symptomatik auslöst entfernt. Zuwenig Yin oder Yang
führt ebenfalls zu einer Hitze oder Kälte Symptomatik wobei diejenige Symptomatik
überwiegt, welche der Gegenseite des Problems entspricht. So ist zum Beispiel bei einer
Yin Schwäche Yang stärker und führt zu Yang Symptomen wie z.B. Wallungen bei
Wechseljahrbeschwerden. Die Unterscheidung von zuviel und zuwenig ist jedoch nicht ganz
einfach, man stellt jedoch bei dem Zuwenig an Yin oder Yang deutlich eine generelle
Energieschwäche Situation fest. Die
zweite grosse Theorie der chinesischen Medizin ist die Theorie der fünf Elemente.
Der Körper wird aus diesen fünf Elementen zusammengesetzt und Schwächen von einzelnen
Elementen können dazu führen, dass Krankheiten entstehen. Man unterscheidet die Elemente
Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.
Diese
Elemente sind jeweils entsprechenden Organen zugeordnet: Die fünf Elemente und Organe
stehen miteinander in Verbindung und können sich gegenseitig beeinflussen. Die
chinesische Medizin nutzt diese Verbindungen um bei Krankheiten einzugreifen: Holz
kann sich in Feuer verwandeln, das Feuer in Erde, die Erde sich in Metall verdichten und
das Metall sich in Wasser verflüssigen. Das heisst, dass alle Organe über diese Kreise
Beziehungen miteinander unterhalten und somit ein Krankheitsproblem niemals alleine steht,
sondern immer auch Einflüsse auf andere Organe und andere Funktionen hat. In
diesem Zusammenhang muss auch erwähnt werden, dass die Pathophysiologie, das heisst die
Funktionen der einzelnen Organe sich in der chinesischen Medizin deutlich von der
Schulmedizin unterscheiden: Die
Leber hat zum Beispiel in der chinesischen Medizin die Funktion die Energie und
Blutzirkulation zu Steuern und ist so auch für die Schmerzentstehung von grosser
Bedeutung. Sie speichert Blut, was für Probleme mit dem Kreislaufsystem enorm wichtig
ist. Weiterhin hat sie Beziehungen mit dem Gefühl Wut, mit den Tränen und dem Auge sowie
mit den Sehnen und den Nägeln. Aus diesem Grund ist es auch verständlich, weshalb
Patientin mit Leberbeschwerden sich häufig aufregen. Das
Feuer ist mit dem Herz assoziert und das Herz hat nicht nur die Zirkulation des
Blutes und die Steuerung der Blutgefässe als Funktion, es dirigiert auch shen,
d.h. den Geist oder die Psyche. Zusammenhänge bestehen mit dem Gefühl Glück oder
Freude, sowie Schweiss, Zunge, Blutgefässen und mit dem Gesicht. Die
Milz als nächstes Organ ist sehr wichtig für den Stoffwechsel im ganzen Körper,
und säubert sie und kann das Blut in den Blutgefässen zurückhalten, was bei Krankheit
zu Pathologien in der Blutgerinnung führt. Dieses Organ ist sehr sensibel auf unsere
Ernährung. Deshalb werden in der chinesischen Medizin oft diätetische Massnahmen zur
Therapie ergriffen. Weitere Zusammenhänge dieses Organes sind: das Gefühl Grübeln,
sowie der Speichel, die Mundhöhle, das Muskelfleisch und die Lippen. Die
Niere ist für die Wiederherstellung von Energie, Yin, Yang und Blut zuständig,
dirigiert das Wasser im Körper und speichert spezielle Energieanteile welche für die
Gynäkologie und die Vermehrung wichtig sind. Sie hat ebenfalls Beziehungen zu Angst,
Speichel, Ohren, dem Anus und den Geschlechtsteilen, sowie den Knochen, Zähnen,
Kopfhaaren, wo sie sich auch manifestiert ( z.B. Haarausfall ).Eine chronische
Ueberlastung kann hier Schaden anrichten, was sekundär zu diversen Krankheiten führen
kann (vergleiche zum Beispiel Lumbago ). Ich habe in diesen Zeilen wenige von den sehr
komplexen Theorien der chinesischen Medizin vorgestellt. Man kann jedoch daraus deutlich
ersehen, was die Theorie der chinesischen Medizin von der westlichen Medizin
unterscheidet: Auch die Therapie ist
deshalb verschieden: Man behandelt in der TCM die Ursachen und nicht die Symptome der
jeweiligen Krankheiten.
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